Mein Bildungsauftrag

Mein Bildungsauftrag

Bildungsauftrag


Bildung ist die Vermittlung von Kompetenzen zum Beispiel Sprachkompetenz, soziale Kompetenz, emotionale Kompetenz und Motorik. Ich unterstütze die Kinder in ihrem aktiven Selbstfindungsprozess. Die spielerische Förderung ihres Forscherdrangs und der Experimentierfreude hilft ihnen dabei, ihre Welt zu begreifen und ständig zu erweitern.

Das Bildungsprogramm des Landes Brandenburg mit den Grundsätzen der Elementaren Bildung bietet mir in der täglichen Arbeit einen Rahmen. Darin sind die sechs Bildungsbereiche mit ihren Bildungsthemen benannt. Auch diese stehen in der Kindertagespflegestätte zur Verfügung. Im Folgenden geht es um die Umsetzung der Bildungsbereiche in der Kindertagespflegestätte. Dabei möchte ich vorher erwähnen, dass mit einer Tätigkeit meist mehrere Bildungsbereiche angesprochen werden und dass es sich um Auszüge meiner pädagogischen Arbeit handelt.

 

Sprache, Kommunikation, Schriftkultur
Sprachlich fördere ich die Kinder durch eine klare und deutliche Aussprache. Sprache umgibt uns den gesamten Tag über und ist mit allen Bildungsbereichen verknüpft. Ich begleite zum Beispiel Tätigkeiten wie das Anziehen, Wickeln und Waschen mit Tätigkeitsbeschreibung und Reimen. Fingerspiele und Schoßreiterspiele leben von der sprachlichen Umrahmung. Durch das Vorlesen von Geschichten lernen die Kinder den Unterschied zwischen Bild und Text, sowie das Zuhören und erweitern ihren Wortschatz. Beim Anschauen von Bilderbüchern und dem Umgarnen, mit einer vom Kind ausgedachten Geschichte, entstehen fantasiereiche, abenteuerliche Geschichten, die den Spaß an der Sprache und am Zuhören mit sich bringen.

Das interagieren mit mir und den anderen Kindern mit Händen und Füßen, reift im Laufe der Zeit zu Kommunikation mit Einsatz der Sprache und Mimik/ Gestik heran. Auch diesen Prozess unterstütze ich. Durch mein reden in ganzen Sätzen mit den Kindern.

Durch die Raumgestaltung, vorallem an der Litfaßsäule, greife ich Zahlen, Wörter und Buchstaben in Kombination mit Tieren, Obst und Gemüse sowie Jahreszeiten auf.

 

Mathematik und Naturwissenschaften
Geerntetes Obst und Gemüse lässt sich super zählen und teilen. Ebenso einbezogen werden Dinge des Alltags: z.B. Stifte, Tiere, Traktoren… Auch das Schätzen, Messen und Wiegen wird in Projekten mit in den Alltag einbezogen. Zum Bespiel müssen Zutaten beim Plätzchen backen, Salzteigherstellung oder beim Selbermachen von Knete abgemessen werden. Im Bücherregal befinden sich Zahlenbücher in denen Tiere gezählt und Proportionen beurteilt werden können wie: groß <->klein, schwer<->leicht, dick<->dünn. Mit Hilfe von Bausteinen und im entsprechenden Buch können wir Farben und Formen benennen und damit Entdeckungen machen-wie zum Beispiel: Kann ich auf einen runden Baustein einen eckigen legen?

Bei den Streifzügen durch die Natur beobachten und benennen wir Tiere und ihre Laute, Pflanzen und Bäume mit ihren Früchten sowie Fahrzeuge. Wir sammeln unterwegs Blätter, Nüsse, Kastanien, Eicheln und Gräser- bestimmen sie und basteln damit. Ebenso sprechen wir zum Thema Giftpflanzen: Was kann man essen und was nicht?

Wir beobachten das Wetter und machen Projekte zur Regenbogenentstehung. Wir experimentieren mit Wasser, Sand und anderen Materialien. Wir entdecken physikalische Gesetze wie z.B. Schwerkraft, Kraftübertragung und Aggregatzustände. Alle Fragen (die meisten werden mit Warum beginnen) werde ich kindgerecht beantworten.

 

Körper, Bewegung und Gesundheit
Zur körperlichen Entwicklung der Kinder gehören die Fein- und Grobmotorik sowie der Aufbau von Muskeln. Dieser Bildungsbereich greift wie die Sprache in alle anderen Bildungsbereiche mit ein.

Wann immer es das Wetter zulässt, sind wir an der frischen Luft. Dort werden die Kinder durch altersgerechte Outdoor Spielgeräte zur Bewegung angeregt. Auch bei kleinen Wettkämpfen im Slalom, Sackhüpfen, Wettrennen, Dosenwerfen wird die Motorik gefördert. Frische Luft sowie die Sonne dienen der Stärkung des Immunsystems, tragen zum körperlichen und psychischen Wohlbefinden bei und verringern die Ansteckung durch Krankheiten.

 

Bei Spaziergängen im Wald oder an der Baumreihe des Jahres können die Kinder nach Herzenslust gehen, laufen und Fange spielen, da dort kein Verkehr ist.

Bei schlechtem Wetter spielen wir im Haus Bewegungsspiele und üben kleine Dinge wie Kniebeuge, auf einem Bein zu stehen, hüpfen und Armkreisen. Es stehen Puzzle, Fädelspiele und ein Wandbild zum Schieben von Autos, Bäumen und Häusern zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Fühlreihe mit verschiedenen Oberflächenstrukturen, die es von den Kindern zu entdecken gilt.

Für uns Erwachsenen sind viele Dinge aus dem Alltag einfache Tätigkeiten. Wir können uns nicht zurückerinnern an die Lernphase, krabbeln lernen, laufen lernen, zu lernen wie man ein Buch umblättert ohne die Seite rauszureißen. Beim Erlernen all dieser „einfachen Tätigkeiten“ unterstütze ich die Kinder mit Geduld, Trost und Verständnis. Ich motiviere sie, es nochmal und nochmal zu versuchen und bestätige ihren Erfolg.

Besondere Schulung der Motorik betreiben wir beim sähen und ernten des Gemüses im Garten. Das pflücken von Johannesbeeren, Erdbeeren und Himbeeren ist eine motorische Meisterleistung, worauf die Kinder zurecht stolz sein werden.

Auch das selbstständige Essen und Trinken je nach Alter des Kindes übt motorische Fähigkeiten und dient der Selbstständigkeit der Kinder. Dies gilt ebenso beim selbstständigen Toilettengang, dem An- und Ausziehen und so weiter.

Außerdem gehört zu diesem Bildungsbereich noch die gesunde Ernährung. Die frische, ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Kinder.

Die Zubereitung Die Kinder bekommen mittags vorzugsweise frisch zubereitete Vollwertkost. Der Speiseplan wird ausgewogen und abwechslungsreich aus allen Bestandteilen gestaltet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf frischem Obst und Gemüse, sowie frischen Kräutern, welche die Kinder mit mir im Garten pflegen und ernten werden. Die Zubereitung des Mittagsessens übernehme ich selbst. Durch gute Organisation und Vorbereitung nimmt die Zubereitung wenig Zeit in Anspruch. Je nach Ausbeute und Saison verarbeite ich viel selbstangebautes Gemüse und Obst. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Je nach Alter achte ich auch auf Selbständigkeit bei der Esseneinnahme.

Lebensmittelallergien oder andere Ernährungsbesonderheiten werden in Absprache berücksichtigt.

 

Milch und Brei für Säuglinge werden von den Eltern gestellt.

 

Musik
Wir musizierten oft. Dazu stehen ein CD- Player und CD mit den vielen schönen Kinderliedern zur Verfügung. Die Kinder lernen Rhythmus aber auch kleine Tänze. Die Lieder sind der Jahreszeit angepasst.

Mit einfachen aus Naturmaterialien hergestellten Musikinstrumenten können kleine Stücke entstehen. Auch alltägliche Haushaltsgegenstände wie Topf, Quirl und Becher werden wir zum Musizieren benutzen.

Die Kinder entwickeln einen bewussten Umgang mit ihrer Stimme. Die Unterschiede zwischen laut und leise, heiter und traurig, hoch und tief sowie schnell und langsam steigern ihre Kommunikationsfähigkeit und Ausdrucksstärke.

Durch Musizieren und singen werden unter anderem die Sprache, das soziale Miteinander, Fantasie, Gedächtnis, Koordination und Motorik gefördert. Sie verbreitet Frohsinn und Ausgelassenheit nicht nur in der Kindertagespflegestätte, sondern auch zu Hause.

Bei Bedarf kann die Musikschullehrerin Camilla Pinder einmal wöchentlich zur musikalischen Früherziehung in die Kindertagespflegestätte kommen. Die Kosten für dieses Angebot sind jedoch, im Bedarfsfall, von den Eltern zu finanzieren.

 

Darstellen und Gestalten
Den Kindern stehen verschiedenste Utensilien zum Verkleiden zur Verfügung. So schlüpfen sie in andere Rollen. Auch Hand- und Fingerpuppen befinden sich im Repertoire. Diese dienen nicht nur dem Rollenspiel der Kinder. Ich werde sie nutzen, um mit den Kindern in Kontakt zu treten. Bei Rollenspielen werden soziale und emotionale Kompetenzen gefördert.

Je nach Art der Zusammensetzung der Gruppe können Projekte realisiert werden, wie das Basteln von Muttertags- und Weihnachtsgeschenken, Laternen und vielem mehr.

Plätzchen verzieren, Gipsfiguren bemalen, Eier färben sind nur einige meiner Projektideen.

Natürlich kommen malen, basteln und gestalten mit Naturmaterialien im Alltag je nach Interesse der Kinder nicht zu kurz. Auch das Herstellen von Knete und Salzteig, sowie deren Gestaltung, fördert die Fantasie der Kinder. Die Fantasie regen wir an durch das Malen mit verschiedenen Stiften und Tusche, das Gestalten mit unterschiedlichen Papiersorten und Stoffen und das Bauen mit Bauklötzern. In der Natur gesammelte Materialien und Blüten können wir verarbeiten. Steine können wir bemalen und somit bleibende Erinnerungen zum mit nach Hause nehmen schaffen. Dabei handhabe ich es so, dass nicht jedes Erinnerungsstück mit nach Hause genommen wird, einige Stücke werden in das Portfolio eingehen andere dienen zeitweise der Raumgestaltung.

Ich biete den Kindern die Möglichkeit sich mit verschiedenen Materialien auseinanderzusetzen. Dabei wird insbesondere die Sensomotorik gefördert.

Beim Darstellen und Gestalten geht es nicht um das Ergebnis, sondern um den Spaß und die erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie lernen Gefühle darzustellen und beginnen Situationen zu reflektieren und zu verarbeiten.

 

Soziales Leben
Ich bin tolerant und wertschätzend. Meine Kooperations- und Hilfsbereit wird in meinem sozialen Umfeld sehr geschätzt. Diese Kompetenzen sind eine gute Grundlage im täglichen Umgang mit Kindern und Eltern. Ich bin mir meiner Vorbildwirkung vollkommen bewusst.

Meine Aufgabe sehe ich darin, den Kindern Hilfestellung zu bieten. Ich befähige sie, Basiskompetenzen zu erlernen. Bei Rollenspielen lernen die Kinder zum Beispiel sich in andere hineinzuversetzen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und damit ihr Verhalten selbst zu reflektieren.

Die Kinder lernen ihre eigenen Interessen zu äußern und durchzusetzen aber auch Menschen mit anderen Interessen zu akzeptieren. Die Kinder machen erste Erfahrungen mit anderen Religionen sowie Sitten und Bräuchen. Möglicherweise werden sie Menschen mit Handykaps kennenlernen. Sie lernen Verantwortung für andere Kinder zu übernehmen, indem sie einander helfen. Auch Normen, Werte und Regeln zum sozialen Miteinander werden verinnerlicht und Konfliktbewältigung erlernt.

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